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Magazin Nordlicht

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Entlastung der Notaufnahme: KVSH und Paracelsus-Klinik rücken enger zusammen


02.05.2018


NewsbildGemeinsamer Empfangstresen als zentrale Anlaufstelle

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) und die Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg wollen Patientenströme in Zukunft besser steuern. Um dies zu erreichen, arbeiten Anlaufpraxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der KVSH und Notaufnahme des Krankenhauses noch enger zusammen. Ziel ist es, die Patienten in die für sie richtige medizinische Versorgungs-ebene zu lenken.

Mit Husten und Schnupfen in die Notaufnahme: Viele Patienten mit Bagatellerkrankungen suchen die Notfallambulanz eines Krankenhauses auf, statt sich in einer Arztpraxis oder - außerhalb der normalen Sprechzeiten - vom ärztlichen Bereitschaftsdienst behandeln zu lassen. Dieser Fehlnutzung wollen KVSH und Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg entgegenwirken.

Aus diesem Grund ist die Anlaufpraxis des Bereitschaftsdienstes, in der niedergelassene Ärzte Patienten außerhalb der normalen Praxisöffnungszeiten ambulant behandeln, in die Notaufnahme der Klinik umgezogen und nutzt nun dieselben Räume. Neu ist auch: Für Patienten gibt es einen gemeinsamen Empfangstresen als zentrale Anlaufstelle. Dort wird je nach Krankheitsbild entschieden: Wer nur ambulante Hilfe braucht, wird von den Ärzten des Bereitschaftsdienstes behandelt. Wer stationär aufgenommen werden muss, kommt in die Notaufnahme des Krankenhauses.

„Patienten müssen dort versorgt werden, wo es nach Erkrankungsschwere und Behandlungsdringlichkeit angemessen ist. Durch einen gemeinsamen Empfangstresen sollen sich nicht nur Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und stationären Bereich verbessern, sondern es werden auch die nur endlich zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen besser genutzt werden können“, betont Dr. Oliver Geier, KVSH-Notdienstbeauftragter für den Bezirk Henstedt-Ulzburg.

„Die vertragsärztliche, rettungsdienstliche und ambulante sowie stationäre Notfallversorgung müssen sektorenübergreifend enger verknüpft und in gemeinsame Qualitätssicherungsmaßnahmen einbezogen werden. Die Anlaufpraxis tiefer mit der Struktur des Krankenhauses zu verknüpfen ist hier der erste Schritt. Es wird notwendig, künftig eine Infrastruktur zu schaffen, mit der man Daten aller Versorgungspartner inklusive der Rettungsleitstellen zusammenführen und austauschen kann. Eine gemeinsame Einschätzung der Versorgungsdringlichkeit wäre hier der nächste Schritt“, stellt Sönke Bax, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg fest.

Langfristiges Ziel: Portalpraxen
Die engere Zusammenarbeit für eine bessere Patientensteuerung zwischen KVSH und Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg ist nicht das erste Projekt dieser Art in Schleswig-Holstein. Die KVSH hat an insgesamt sechs Standorten im Land mit Krankenhäusern einen gemeinsamen Empfangstresen während der Bereitschaftsdienstzeiten eingerichtet. Zusammen mit Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein und Landesgesundheitsministerium möchte die KVSH aber noch einen Schritt weiter gehen. Dazu wurde das Modell sogenannter Portalpraxen an besonders stark frequentierten Klinikstandorten entwickelt. Diese sollen als gemeinsame Einrichtung von Krankenhäusern und KVSH nicht nur außerhalb, sondern auch während der normalen Praxiszeiten tagsüber als erste Anlaufstelle dienen. Der Patient, der sich in der Portalpraxis vorstellt, könnte dann je nach Krankheitsbild ans Krankenhaus, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder an einen Haus- oder Facharzt in der Umgebung verwiesen werden.

Zeiten der gemeinsamen Anlaufstelle von Paracelsus-Klinik und KVSH:
montags, dienstags und donnerstags: 19.00 – 21.00 Uhr
mittwochs und freitags: 17.00 – 21.00 Uhr
sonnabends, sonntags und an Feiertagen: 10.00 – 13.00 Uhr und 17.00 – 21.00 Uhr


Bitte beachten Sie das beigefügte Foto, das Sie gern für Ihre Berichterstattung nutzen können;
BU: Gemeinsam für eine gezieltere Patientenversorgung: Die Teams von Zentraler Notaufnahme der Paracelsus-Klinik und KVSH-Anlaufpraxis arbeiten eng zusammen; Foto: Paracelsus-Klinik 

 

 

 


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