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Magazin Nordlicht

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Entlastung der Notfallaufnahme


13.01.2017


NewsbildKVSH und imland Klinik Rendsburg kooperieren.

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) und die imland Klinik Rendsburg wollen Patientenströme in Zukunft gemeinsam besser lenken. Ziel ist eine optimierte Versorgung von Patienten, die sich mit gesundheitlichen Problemen in der Zentralen Notaufnahme des Krankenhauses vorstellen, aber allgemeinmedizinisch behandelt werden können.

Die bundesweit zu beobachtende Überlastung von Notfallaufnahmen hat in Rendsburg zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen KVSH und der imland Klinik geführt. Die Anlaufpraxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, in der niedergelassene Ärzte Patienten auch nach Schließung der normalen Sprechstunden ambulant behandeln, ist innerhalb des Krankenhauses in die Notaufnahme umgezogen.

Alle Patienten gelangen ab sofort an einen gemeinsamen Empfangstresen. Dort wird dann je nach Beschwerden entschieden: Wer nur ambulante Hilfe braucht, wird von den Ärzten des Bereitschaftsdienstes behandelt. Wer stationär aufgenommen werden muss, kommt in die Notaufnahme des Krankenhauses.

„Wir arbeiten gemeinsam daran, Patienten noch gezielter der medizinisch sinnvollen Versorgungsebene zuzuführen“, sagt Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH. „Wichtig ist, die immer knapper werdenden Ressourcen optimal zu nutzen.“ Immer wieder gehen Patienten mit leichten Erkrankungen direkt in die Notaufnahme der Klinik, statt sich in einer Arztpraxis oder - außerhalb der normalen Sprechzeiten - in der Anlaufpraxis des Bereitschaftsdienstes der KVSH behandeln zu lassen. Dadurch ist die Notaufnahme überlastet, deren vorrangige Aufgabe es ist, schwerkranke und lebensbedrohlich erkrankte Menschen zu behandeln.„Durch die nun auch örtlich direkt mögliche Kommunikation und Zusammenarbeit erhoffen wir uns eine optimale Versorgung der Patienten“ ergänzt Petra Struve, Ärztliche Direktorin der imland GmbH.

Langfristiges Ziel: Portalpraxen
Die engere Zusammenarbeit zwischen ärztlichem Bereitschaftsdienst und Notaufnahme in Rendsburg ist bereits das zweite Projekt dieser Art in Schleswig-Holstein. Seit mehr als drei Monaten kooperieren KVSH und Westküstenklinikum in Heide, um Patientenströme besser lenken zu können. Auch dort ist der Zentralen Notaufnahme eine gemeinsame Anlaufstelle vorgeschaltet, die Patienten je nach Krankheitsbild entweder an die Ärzte des Bereitschaftsdienstes oder des Krankenhauses verweist. Anfang 2017 ist zudem eine engere Kooperation mit der Sana Klinik Lübeck geplant.

Langfristiges Ziel ist das mit der Krankenhausgesellschaft entwickelte Modell sogenannter Portalpraxen an besonders stark frequentierten Klinikstandorten. Diese sollen als gemeinsame Einrichtung von Kliniken und KVSH auch während der normalen Sprechzeiten als erste Anlaufstelle dienen. Der Patient, der sich in der Portalpraxis vorstellt, wird je nach Krankheitsbild ans Krankenhaus, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder an einen Haus- oder Facharzt in der Umgebung verwiesen.

Zeiten der gemeinsamen Anlaufstelle für Patienten in Rendsburg:
montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr; mittwochs 17 bis 21 Uhr, freitags 16 bis 21 Uhr sowie sonnabends, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 14 und 17 bis 20 Uhr.


Pressemitteilung als PDF-Download


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