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Magazin Nordlicht

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Krankheiten kennen keine Sprechzeiten


06.10.2017


KVSH will ärztlichen Bereitschaftsdienst bekannter machen

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein hat ein Informationspaket geschnürt, um ihren ärztlichen Bereitschaftsdienst bekannter zu machen. Die Arztpraxen im Land haben Plakate fürs Wartezimmer erhalten und eine Woche lang schaltet die KVSH landesweit Radiospots.

Viele Patienten gehen außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen direkt in die Notfallambulanz eines Krankenhauses - auch, weil etwa 70 Prozent die bundesweite Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 nicht kennen. Das geht aus einer Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hervor. Die KVSH steuert nun mit verschiedenen Maßnahmen gegen. Dazu gehören Plakate fürs Wartezimmer, die über den ärztlichen Bereitschaftsdienst und dessen Versorgungsangebot informieren. In der Zeit vom 9. bis 15. Oktober läuft auf verschiedenen Radiosendern landesweit Hörfunkwerbung. Außerdem wird Medienvertretern am „Tag des ärztlichen Bereitschaftsdienstes“ (11. Oktober) die Möglichkeit gegeben, mehrere Anlaufpraxen und die zentrale Leitstelle des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu besuchen und darüber zu berichten.

„Wenn die Arztpraxis geschlossen ist, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst“, betont Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH. Die 116117 sei bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden die richtige Anlaufstelle für Patienten außerhalb der normalen Sprechzeiten. Das entlaste auch die Notaufnahmen.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 8 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 8 Uhr und samstags, sonntags und feiertags den ganzen Tag unter der 116117 zu erreichen. Die kostenfreie Rufnummer gilt bundesweit, funktioniert ohne Vorwahl und kann aus dem Mobil- oder Festnetz gewählt werden. Anrufe über die 116117 nimmt die Leitstelle der KVSH in Bad Segeberg entgegen. Kompetentes medizinisches Fachpersonal schätzt die Situation des Patienten ein und leitet ihn an eine Anlaufpraxis in seiner Region weiter. In Schleswig-Holstein gibt es 31 allgemeinmedizinische und zwölf kinderärztliche Anlaufpraxen, die sich an Krankenhäusern befinden. Sie können auch ohne Voranmeldung direkt aufgesucht werden. Wenn Patienten aus medizinischen Gründen nicht in die Anlaufpraxis kommen können, kann die Leitstelle einen Arzt auf Hausbesuch schicken. Die KVSH organisiert außerdem augenärztliche und HNO-Bereitschaftsdienste, die in den Praxen der diensthabenden Ärzte stattfinden (Mittwoch und Freitag 16 bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen 10 bis 12 Uhr). Welche diensthabende Praxis geöffnet hat, erfahren Patienten ebenfalls unter der Rufnummer 116117.

Bereitschaftsdienst ist nicht Rettungsdienst
Die Faustregel lautet: Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der der Patient normalerweise zu seinem Hausarzt gehen würde, dann ist der allgemeinärztliche Bereitschaftsdienst zuständig. Dies ist zum Beispiel bei einer Grippe oder Erbrechen der Fall. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. Bei Notfällen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und schweren Unfällen sollte immer die Notrufnummer 112 gewählt werden.

Informationen über den ärztlichen Bereitschaftsdienst mit Standorten und Öffnungszeiten der Anlaufpraxen gibt es unter www.kvsh.de/bereitschaftsdienst.

116117 im Radio

Hier können Sie die neuen Radiospots zum Bereitschaftsdienst 116117 anhören.


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