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Magazin Nordlicht

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Meldepflicht Corona-Virus (2019-nCoV)

 

Hinweis des Gesundheitsministeriums zum aktualisierten Flussschema des RKI: (11.02.2020) 

  • Das Schema sieht bei einem begründeten Verdachtsfall eine stationäre diagnostische Abklärung vor. Die diagnostische Abklärung kann auch ambulant erfolgen. Das ist in Abhängigkeit von dem klinischen Zustand des Patienten zu entscheiden. Zur Probenahme ist nur dann eine FFP2-Masek erforderlich, wenn Sputum gewonnen wird. Bei einem Rachenabstrich ist ein Mundnasenschutz möglich.
     
  • Bei einem positiven Nachweis ist in der jetzigen Phase des Geschehens - mit sehr wenigen nachgewiesenen Fällen - eine stationäre Unterbringung ratsam, da die Entwicklung des klinischen Verlaufs nicht absehbar ist.
     
  • Die (unvollständig vorliegenden) Daten aus China zeigen auch schwere Verläufe mit beatmungspflichtigen Pneumonien.
     
  • Die aktuelle Situation in Deutschland zeigt wenige importierte Fälle bzw. Fälle bei Personen mit Kontakt zu Erkrankten.
    Die Übertragbarkeit des Virus spricht für die Möglichkeit der Entwicklung eines pandemischen Geschehens.
    Bei den infektionshygienischen Maßnahmen gelten die Grundsätze der Pandemieplanung wie bei einer Influenzapandemie.
    Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Influenzapandemie-Planung Schleswig-Holstein und die dort in Kapitel 4, Seite 18 beschriebenen Phasen des Managements („containment“, „protection“, „mitigation“):
    Internetseiten des Landes zum Infektionsschutz: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/I/infektionsschutz.html,
    inkl. Influenzapandemieplan SH
     
  • Derzeit wird die Strategie des Containment, also der Eindämmung, verfolgt.
    Das weitere Vorgehen ist von der epidemiologischen Entwicklung abhängig.

Hinweis des Gesundheitsministeriums (03.02.2020)

Ergänzend zu den bisher verteilten Informationen zum neuartigen Coronavirus an die Fachöffentlichkeit, hier der Hinweis, dass am 01.02.2020 die Coronavirus-Meldepflichtverordnung in Kraft getreten ist. 

 

Damit ist der Verdacht einer Erkrankung, die Erkrankung sowie der Tod in Bezug auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus meldepflichtig. Die Meldung des Verdachts auf eine Erkrankung hat nur zu erfolgen, wenn der Verdachtnach dem Stand der Wissenschaft sowohl durch das klinische Bild als auch durch einen wahrscheinlichen epidemiologischen Zusammenhang begründet ist.
· Die vom Robert Koch-Institut veröffentlichte Empfehlung ist zu berücksichtigen.
· Als Verdachtsfälle gelten demnach Personen, bei denen eine spezifische Untersuchung auf eine Erkrankung durch 2019-nCoV durchgeführt werden muss (siehe > Identifikation von Personen zur weiteren diagnostischen Abklärung).

Ebenso ist dem Gesundheitsamt der direkte oder indirekte Nachweis von 2019-nCoV zu melden, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist.

Die Diagnostikmöglichkeiten wurden bundesweit und in SH ausgeweitet. 

U.a. hat das Institut für Infektionsmedizin in Kiel in seiner Funktion als Medizinaluntersuchungsamt die Diagnostik eingerichtet. 

Der Institutsleiter hat dazu Folgendes mitgeteilt: 

„Für die Diagnostik sind tiefe Atemwegsmaterialien besonders gut geeignet (BAL, Trachealsekret).
Die weniger gut geeigneten Nasopharynx-Abstriche sollen dann verwendet werden, wenn BAL oder TS nicht erhältlich sind; hierfür sind feuchte Abstrich-Tupfer essentiell, ohne Gel und ohne Agar.

Wir können die Testung an Werktagen von Montag bis Freitag während der Routinearbeitszeiten anbieten. Dabei priorisieren wir konkretisierte (wahrscheinliche) Verdachtsfälle mit Bezug zu einem durch das RKI konkret benannten Risikogebietoder konkretem epidemiologischen Zusammenhang zu Indexpatienten und mit Symptomen (bitte mit genauer Begründung einsenden, den RKI-Angaben entsprechend). Aufträge ohne belegbaren Verdacht werden nachrangig bearbeitet, sobald freie Kapazitäten zur Verfügungstehen.

Bitte beachten Sie, dass negative Ergebnisse hier generell eine eng begrenzte Aussagekraft haben. Innerhalb der Frist von 14 Tagen nach Kontakt, kann sich die Situation beim Patienten kurzfristig ändern. Ein "Freimessen" ist nicht möglich“.

 

Das RKI aktualisiert fortlaufend die Informationen auf seiner Internetseite www.rki.de/ncov.
· Falldefinition zur Fall­findung, Meldung und Über­mittlung
· 2019-nCoV: Verdachtsabklärung und Maßnahmen - Orientierungshilfe für Ärzte
· Risikogebiet mit Fallzahlen



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